Ein zentrales Anliegen des Landespräventionsrates des Landes Nordrhein-Westfalens (LPR NRW) ist die Förderung der Kriminalprävention auf Landes- und Kommunalebene unter Einbeziehung gesellschaftlicher Kräfte. Grundvoraussetzung ist dabei die (Ein-)Bindung aller Menschen durch demokratische Teilhabe. Daher wurde gemeinsam mit der Stüllenberg-Stiftung erstmals in 2025 der LPR-Förderpreis initiiert.
Ziel des Förderpreises
Mit dem ausgeschrieben Förderpreis „Junge Menschen (machen das) zusammen“ wurden Kinder und Jugendliche ermutigt, eigene gemeinschaftsbezogene, demokratieförderliche sowie prosoziale Aktivitäten und Projekte im Rahmen des Grundgesetzes nachhaltig umzusetzen und sich mit einem Videoclip auf den Förderpreis zu bewerben.
Preisverleihung
Auf gemeinsame Einladung des Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper, und des LPR-Vorsitzenden, Prof. Dr. Philipp Walkenhorst, fand am 22. Mai 2026 die feierliche Preisverleihung im Landtag Nordrhein-Westfalen statt. Insgesamt wurden zehn herausragende Projekte ausgezeichnet und mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 Euro prämiert.
Pressemitteilung
Die Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz finden Sie hier.
Gewinnerprojekte ansehen
Unter der Bildergalerie können Sie sich die Videoclips der Gewinnerprojekte ansehen und sich von den Ideen und dem Einsatz der Jugendlichen inspirieren lassen.
Schülergruppen
Am Gymnasium Velbert-Langenberg übernehmen Schülerinnen und Schüler Verantwortung für jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler und die Schulgemeinschaft. Durch Projekte wie Tutoren, Streitschlichterinen und Streitschlichter, Mediencoaches, Sanitärerinen und Sanitäter oder Lerncoaches erleben sie Selbstwirksamkeit, demokratisches Handeln und entwickeln Kompetenzen für Schule und Gesellschaft.
Schule der Vielfalt
Die Initiative „Schule der Vielfalt“ schafft im Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium in Viersen einen Raum, in dem Schülerinnen und Schüler wöchentlich über Toleranz, Diversität und ein respektvolles Miteinander diskutieren. Gemeinsam entwickeln sie Projekte und Aktionen, die ein offenes, inklusives Schulklima fördern und Begegnungen über Unterschiede hinweg ermöglichen.
No Mobbing! - Warum Mobbing unter Schülern Gift für deren Persönlichkeit ist
Das Projekt „No Mobbing!“ der Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus in Stemwede zeigt Jugendlichen, wie Mobbing verletzt und warum Solidarität und respektvolles Miteinander für alle wichtig sind. In Workshops, Rollenspielen und einer eigenen Ausstellung reflektieren sie Erfahrungen, lernen pro-soziales Handeln und setzen sich aktiv für Gemeinschaft ein.
Miteinander reden – füreinander einstehen
„Miteinander reden – füreinander einstehen“ stärkt das respektvolle Miteinander von Jugendlichen. In wöchentlichen Treffen des Ortsverbandes des Deutschen Kinderschutzbund e.V. (DKSB) sprechen sie offen über Konflikte, unterstützen sich gegenseitig und entwickeln gemeinsam Aktionen und Workshops zu Demokratie, Achtsamkeit und Konfliktlösung. Ziel ist es, Gemeinschaftssinn, Empathie und dauerhafte Strukturen zu fördern, damit niemand ausgegrenzt wird und alle sich einbringen können.
KU.K – Kummer rein, nicht allein
KU.K – der Kummerkasten bietet Schülerinnen und Schüler einen vertraulichen Weg, Sorgen und Mobbingerfahrungen zu teilen. Das Projekt fördert Empathie, Zivilcourage und soziale Verantwortung und zeigt, dass niemand mit seinen Problemen allein bleiben muss.
Konfliktberater
Seit vier Jahren gibt es die Konfliktberater am Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf-Kaiserswerth. Als Weiterentwicklung der „Streitschlichter“ stehen sie in den Pausen für die Klassen 5 und 6 in einem eigenen Beratungsraum für Beratung, Austausch oder ein gemeinsames Frühstück zur Verfügung. Darüber hinaus vermitteln sie in speziellen Seminaren die Grundlagen einer gewaltfreien Konfliktvermittlung und tragen somit zu einem friedlichen Austausch und einer direkten Anlaufstelle für die Schülerinnen und Schüler bei.
KKG – Gegen das Vergessen
Die Projektgruppe „KKG – Gegen das Vergessen“ an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich setzt sich für Demokratie, Toleranz und Erinnerungskultur ein. Mit Aktionen rund um den jüdischen Architekten Manfred Faber gestalten Jugendliche Gedenken, fördern Zivilcourage und zeigen, dass Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung Wirkung entfaltet.
Kinder- und Jugendparlament der St. Mauritz Kinder- und Jugendhilfe
Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der St. Mauritz Kinder- und Jugendhilfe in Münster gibt Kindern und Jugendlichen die Chance, aktiv mitzubestimmen und Demokratie zu erleben. Sie gestalten ihren Alltag mit, übernehmen Verantwortung und stärken so Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung und ein respektvolles Miteinander.
Begegnung der Generationen
Das Projekt „Begegnung der Generationen“ am Pascal-Gymnasium bringt Schülerinnen und Schüler mit Seniorinnen und Senioren ins Gespräch. Durch gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge und Projektwochen lernen sie voneinander, stärken soziale Kompetenzen und erleben ein respektvolles Miteinander über die Generationen hinweg.
All In
„All In“ macht Schule zu einem Ort, an dem alle dazugehören. Schülerinnen und Schüler setzen sich aktiv für Inklusion, Respekt und Vielfalt ein, entwickeln eigene Projekte und erleben, dass ihre Stimme zählt – so wächst Gemeinschaft nicht nur im Schulalltag, sondern in der ganzen Stadt Nettetal.

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