Landespräventionsrat bei dem Justizministerium Nordrhein-Westfalen:  Mitglieder

 

Mitglieder

Die Mitglieder des Landespräventionsrates
 

Rudi Bertram
Bürgermeister der Stadt Eschweiler

Als Bürgermeister hat präventive Arbeit absolute Priorität. Dazu gehört die frühzeitige Sensibilisierung und das Einbinden von Menschen. Prävention in Kommunen fördert den Zusammenhalt der Gesellschaft.


Bex Harald Bex

Harald Bex
Rechtsanwalt - Westdeutscher Handwerkskammertag

Als Strafverteidiger ist Prävention Kriminalprävention und die Aufgabe sich aus anwaltlicher Sicht mit der möglichen Vermeidung der Entstehung der Kriminalität auseinanderzusetzen.


Michael Bischoff
Staatskanzlei des Landes NRW

 


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Barbara Both
Ministerialrätin beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Als Referatsleiterin in der Integrationsabteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales und als Volljuristin geht es mir bei dem Thema Prävention, um die Gestaltung einer gerechten Gesellschaft, die von gegenseitiger Akzeptanz und Anerkennung geprägt ist. Dabei kommt einer zielgerichteten Integrationsarbeit ein besonderer Stellenwert zu. Gleiche Teilhabe- und Partizipationsmöglichkeiten aller Menschen sind die maßgeblichen Voraussetzungen  für ein friedliches Zusammenleben.


Andreas Burkert
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW


Bärbel Dittrich
Vorsitzende des KreisSportBund Soest

Prävention im Sport - Gerade der Sport bietet die Möglichkeit präventiv tätig zu werden. Sowohl bei der Gesundheitsprävention als auch bei der Gewaltprävention spielt der Sport eine wichtige Rolle. Denn durch die Vermittlung von Werten wie Respekt, Toleranz und Achtsamkeit und das Miteinander in der Gemeinschaft trägt der Sport zum Gelingen von Gesellschaft bei.


Marco Düsterwald Marco Düsterwald
Marco Düsterwald

Referent für politische Bildung, erweiterte Lernwelten und Öffentlichkeitsarbeit beim Landesverband der Volkshochschulen von NRW e.V.

"Unsere Gesellschaft funktioniert durch die aktive Teilhabe der Menschen, die in ihr leben. Grundlage dieser Teilhabe ist Bildung. Durch die Vermittlung und Erarbeitung von Wissen und Werten kann ein großer Beitrag zur Prävention geleistet werden."


Joachim Eschemann Joachim Eschemann

Joachim Eschemann

Leitender Kriminaldirektor des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen

"Prävention ist eine gesamtgesellschafliche Aufgabe. Zentrale Handlungsfelder sind Sozialisation und Wertevermittlung in der frühkindlichen Erziehung, eine intensive Wahrnehmung der Erziehungsaufgaben in den Schulen, soziale Integrationsprogramme bei Familien mit Risikofaktoren, ein frühzeitige Intervention bei häuslicher Gewalt, Verhaltensauffälligkeiten und Regelverletzungen sowie städtebauliche Kriminalprävention. Die Polizei leistet in diesem Kontext einen eigenständigen Beitrag. Die polizeiliche Kriminalprävention ist neben Strafverfolgung und Opferschutz eine polizeiliche Kernaufgabe. Vorrangiges Ziel der polizeilichen Kriminalprävention ist das Reduzieren von Tatgelegenheiten sowie die Abwehr sozialschädlichen Verhaltens tatgeneigter Personen. Die Polizei informiert die Bevölkerung über sicherheitsbewusstes Verhalten auf der Grundlage der Auswertung und Analyse der Kriminalitätslage."


Falk Grünebaum


Dr. Antonius Hamers Dr. Antonius Hamers

Dr. Antonius Hamers

Direktor des Katholischen Büros NRW

"Nach dem christlichen Menschenbild ist der Mensch ist der Mensch mit Vernunft begabt, das Gute zu tun, und hat zugleich die Freiheit sich gegen das Gute zu wenden. Eine gute Prävention unterstützt Menschen dabei, sich für das gute Handeln zu entscheiden. Dazu beizutragen ist für mich ein Aspekt der Nächstenliebe."


Gudrun Hengst Gudrun Hengst
Gudrun Hengst

Leiterin des Kreisjugendamts Soest

"Frühzeitig Risiken zu erkennen und sowohl Maßnahmen als Strukturen zu schaffen entgegen zu wirken ist bedeutend. Prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe aller Akteure. In beherzter, zielgerichteter und abgesprochener Kooperation können in der primären, sekundären und auch tertiären Prävention gute Ergebnisse erzielt werden. Wichtig ist mir Prävention als dauerhaften Prozess anzulegen, der für Änderungen gesellschaftlicher Lagen stets offen ist."


Martin Huff
Rechtsanwalt

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Jürgen Jentsch

Stellvertr. Vorsitzender der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen

„Prävention hat mich mein Leben lang begleitet. Das liegt vielleicht auch daran, dass der Respekt vor Anderen, egal welcher Hautfarbe, welcher Nationalität oder welcher Religion mein Leben geprägt und insbesondere in der politischen Auseinandersetzung zum Ziel geführt hat.“


Keller Dr. Stephan Keller
Dr. Stephan Keller
Stadtdirektor der Stadt Köln

Kriminalprävention hat in Düsseldorf eine lange Tradition. Es ist wichtig, ein breites Netzwerk von Zivilgesellschaft und staatlichen Akteuren aufzubauen und gemeinsam dauerhaft an den lokalen Präventionsthemen zu arbeiten. Neben dem regelmäßigen fachlichen Austausch ist es wichtig, praktische Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Insbesondere die Kommunen können diesen Anforderungen auf besondere Weise gerecht werden. Die kommunale Aufgabenstruktur liefert viele Anknüpfungspunkte zu krimialpräventiven Themenfeldern, beispielsweise im Rahmen der städtebaulichen Gestaltung oder der Implementierung gewaltpräventiver Projekte in der Jugend- und Schularbeit, und hat hierfür die entsprechenden Handlungsmöglichkeiten.


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Tayfun Keltek

Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW

"Der Landesintegrationsrat NRW setzt sich seit seiner Gründung für das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen ein. Wir orientieren uns dabei vor allem an langfristigen Strategien, die zum Ziel haben, die politischen Partizipationsmöglichkeiten von Migrantinnen und Migranten zu erhöhen, Chancengleichheit in allen relevanten Lebensbereichen herzustellen und Diskriminierung und Rechtsextremismus zu bekämpfen. Integration ist demnach als ein auf Gegenseitigkeit angelegter Prozess zu verstehen, der gleiche Teilhabemöglichkeiten für alle Gesellschaftsmitglieder unter Berücksichtigung und Förderung ihrer individuellen Fähigkeiten schaffen soll.

In diesem Sinne sollten integrationspolitische Maßnahmen vom Gedanken der Prävention begleitet werden. Wenn wir darauf setzten, dass sich alle Menschen in der Gesellschaft auf Augenhöhe begegnen können und die kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt in unserem Land als Selbstverständlichkeit betrachtet wird, heißt das im Endeffekt weniger soziale und wirtschaftliche Ungleichheit, weniger Diskriminierung und ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl. Prävention bedeutet folglich der frühzeitige Einsatz für ein gleichberechtigtes Miteinander, damit Ausgrenzung und Rassismus gar nicht erst entstehen können."


Ulrike Kraus
Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW


Kreter Gabriela Kreter

Gabriela Kreter
Schulleiterin der Karlschule in Hamm

"Wenn Kinder oder Jugendliche dreist, schrill oder grenzüberschreitend auftreten, gibt es Erwachsene in ihrem Leben, die ihren Job nicht gemacht haben. Deswegen müssen Schulpädagogen im Verhältnis zu Schulkindern als Inhaber gültiger Werte auftreten, im Idealfall gemeinsam mit den Eltern, und unmittelbar intervenieren, wenn ein Kind aus der Spur gerät. Dann gehen wir warmherzig mit dem Kind als Person um, aber wir zeigen Unverständnis für seine devianten Handlungen. "


Mona Küppers Mona Küppers
Quelle: Andrea Bowinkelmann/LSB NRW

Mona Küppers

Vizepräsidentin Mitarbeiterentwicklung und Gleichstellung im Landessportbund NRW

Der Landesportbund NRW und seine Sportjugend engagieren sich bereits seit 1996 aktiv in der Prävention von und Intervention bei sexualisierter Gewalt im Sport.

Wir sind als Sportorganisationen ein Teil der Gesellschaft und sind als Teil dieser Gesellschaft auch von sexualisierter Gewalt und Grenzüberschreitungen betroffen. Mit dieser Erkenntnis entwickelt der Landessportbund seit 1996 unterschiedliche Programme und Projekte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport, mit denen unsere Mitgliedsorganisationen und Vereine bei ihrer Präventionsarbeit unterstützt und begleitet werden. Ich bin der Meinung, dass in erster Linie in einem Verein/ einer Sportorganisation eine Kultur der Aufmerksamkeit und des wertschätzenden Miteinanders etabliert werden müssen, die die Grundlagen für funktionierende Schutzkonzepte bilden. Dazu gehören Transparenz, ein festes Regelwerk und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema.

Gemeinsam mit der Landesregierung haben wir unterschiedliche Materialien und Maßnahmen im Programm „Schweigen schützt die Falschen!“ entwickelt, die unsere Vereine bei genau dieser Umsetzung unterstützen sollen. Darüber hinaus bieten wir über das VIBSS Programm (VEREINS- INFORMATIONS- BERATUNGS- UND SCHULUNGS-SYSTEM des Landessportbundes NRW) individuelle Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten zum Thema in unseren Vereinen, Bünden und Verbänden an.


Lonny Frank Lonny

Frank Lonny

Referatsleiter im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration

"Unter wirksamer Prävention verstehe ich, allen Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen in NRW unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer famililären Situation die Möglichkeit zu eröffnen, sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln. Kinder und Jugendliche wollen teilhaben, sie wollen die Chance erhalten, ihre Kompetenzen auf- und auszubauen - im schulischen und außerschulischen Bereich ebenso wie im Übergang in den Beruf. Es ist die Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe, durch bedarfsgerechte und verlässliche Betreuungs-, Beratungs- und Bildungsangebote alle Kinder frühzeitig zu fördern und individuell zu unterstützen. Dazu bedarf es eines genauen Blicks auf das einzelne Kind sowie einer konsequenten Reaktion und einer passgenauen Hilfe, wenn dies im Einzelfall - zum Beispiel bei delinquentem Verhalten - erforderlich ist."


Meiwes Andreas Meiwes

Andreas Meiwes
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW - für den Bereich Wohlfahrtsverbände


Ulla Meurer


Meyer_Lauber Andreas Meyer-Lauber

Andreas Meyer-Lauber
Deutscher Gewerkschaftsbund

Jeder Mensch braucht soziale und private Sicherheit, um sich entfalten zu können und ein selbstständiges Leben zu führen. Und er braucht Unterstützung und Anerkennung, wenn er gestrauchelt ist.


oppermann Martin Oppermann

Martin Oppermann
Ministerium für Schule und Bildung

Zu meinem Aufgabenbereich gehören u. a. Grundsatzfragen der Gewalt- und Extremismusprävention. Darüber hinaus bin ich als schulischer Krisenbeauftragter NRW für die Unterstützung von Schulen in Krisensituationen zuständig. Demokratiebildung und eine frühe Prävention sind Kernanliegen für eine gelingende Bildungsarbeit.


Reulecke-Fortes Horst Reulecke-Fortes

Horst Reulecke Fortes

Kriminalbeamter bei der Stabstelle Umweltkriminalität des Umweltministeriums NRW

"Der Präventionsarbeit kommt angesichts der aktuellen Migration, des steigenden Umweltschutzgedankens bis zum "ökologoischen Fußabdruck", aber auch gesellschaftlicher Entwicklungen, wie des demografischen Wandels und der Verarmung von Bevölkerungsschichten eine bedeutsame Rolle zu. Diese Arbeit ist eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, die in allen Bereichen erfolgt - auf staatlicher Ebene, in der Zivilgesellschaft, auf strategischer Ebene und am Menschen. Nach über 20jährigen Engagements in der Präventionsarbeit bin ich davon überzeugt, dass die Präventionsarbeit in der gesellschaftlichen Entwicklung auch zukünftig einen wichtigen Baustein darstellt."


Wolgang Römer Wolfgang Römer
Wolfgang Römer
Stv. Landesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes Nordrhein-Westfalen

"Prävention ist in der heutigen Zeit ein wichtiger Baustein der privaten aber auch vor allen Dingen der staatlichen Daseinsvorsorge."


Rohmer Hartmut Rohmer
Hartmut Rohmer
Weisser Ring e. V. - Für den Bereich Opferschutz

Rothstein Ulrike Rothstein

Ulrike Rothstein
Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen

Nach meinem Verständnis bedeutet Prävention, eine Kultur der Umsichtigkeit, der gegenseitigen Rücksichtnahme und Partizipation zu schaffen. Sie kann nur gelingen, wenn sich jeder als Teil des Ganzen begreift und die Bereitschaft zeigt, gemeinschaftlich Verantwortung zu übernehmen. Ziel sollte es sein, präventives Handeln im Alltag und in den Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger zu verankern, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.Der öffentliche Diskurs und die Vernetzung von Schlüsselakteuren ist unerlässlich, um das Bewusstsein füreinander zu stärken, Missstände aufzuklären und Veränderungen herbeizuführen.


Rychter Alexander Rychter

Alexander Rychter

Verbandsdirektor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen

"Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, insbesondere die Sicherheit in den eigenen vier Wänden sowie im heimischen Wohn- und Stadtquartier. Die Wohnungs- und Immobilienunternehmen räumen dem Sicherheitsgefühl ihrer Mieter bzw. Genossenschaftsmitglieder eine hohe Priorität ein. Wir wissen heute, dass insbesondere die Sensibilisierung der Anwohner erheblich zur Abschreckung von Einbrechern beiträgt. Zudem werden Straftäter entmutigt, wenn sie beim Einbruchsversuch etwa durch Fenster und Türen mit erhöhten Widerstandsklassen aufgehalten werden. Die Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften engagieren sich daher für Einbruchsschutz und die Vermeidung von Angsträumen in ihren Wohnanlagen und haben ein starkes Interesse an der Zusammenarbeit etwa mit Sicherheitsbehörden und anderen Akteuren."


Professor Dr. Norbert Schneider

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Dipl. Soz. Carola Scholz

Referatsleiterin im Ministerium für Verkehr NRW

„Prävention ist ein Kernanliegen der Stadtentwicklung, denn jede Stadt muss Interesse daran haben, Entwicklungen, die sich möglicherweise negativ auf die städtische Infrastruktur, die Flächennutzung, die Sozialstruktur der Bevölkerung auswirken könnten, frühzeitig zu kennen und ihnen entgegenzuwirken. Vor dem Hintergrund zahlreicher Herausforderungen in den Städten, z. B. demografischer, ökonomischer, klimatologischer Art, sind präventive Maßnahmen von hoher Bedeutung. Voraussetzung für Prävention ist Raumbeobachtung, Wissen und Abwägung. Von besonderer Bedeutung ist Prävention hinsichtlich Familienpolitik, Bildung, Jugendhilfe (Kein Kind zurücklassen).“


Schürmann Dieter Schürmann
Dieter Schürmann
Landeskriminaldirektor - Ministerium des Innern

Sicherheit ist ein elementares Grundbedürfnis des Menschen und ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Hierzu leistet die Polizei im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung einen wesentlichen Beitrag. Die polizeiliche Kriminalprävention ist im Wesentlichen auf die direkte Abwehr sozialschädlichen Verhaltens tatbereiter Personen und auf die Reduzierung von Tatgelegenheiten ausgerichtet. Nachhaltige Kriminalprävention, die alle Lebensbereiche erreicht und auf die Reduzierung von Kriminalität abzielt, muss aber gerade deshalb auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen werden. Denn: Allein eine auch noch so erfolgreiche Strafverfolgung kann die durch Straftat entstandenen Schäden nicht wieder gut und für die Opfer schon gar nicht ungeschehen machen. Einen Schlüsselrolle nimmt hierbei der Landespräventionsrat ein, der als unabhängiges Beratungsgremium der Landesregierung die Fachkenntnisse verschiedener Ressorts mit dem spezifischen Engagement und dem Know How weiterer gesellschaftlicher Institutionen und Verantwortungsträger bündelt, um Kriminalität zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken.


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Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert
Hochschullehrer - TH Köln

Mit dem Blick auf Prävention in der Stadt setzt die Schutzorientierung der Primärprävention grundsätzlich an – d.h. stadträumlich in der Planungsphase bzw. vor Entwicklungsmaßnahmen und sozial mit universellen Angeboten zur Stärkung von Strukturen. Der Blick ist vorausschauend langfristig angelegt und soll den Stadtraum und die nutzenden Personen befähigen, Gefährdungen und Risiken zu vermeiden oder mit ihnen zumindest in vorbeugender Weise umzugehen. Die Sekundärprävention zielt im Sinne einer Früherkennung darauf, Störungen bereits in einem frühen Stadium zu erkennen und der diagnostizierten möglichen Entwicklung in einem Stadtraum mit präventiven Maßnahmen Einhalt zu bieten. Im Fall der Tertiärprävention ist eine Problemsituation bereits eingetreten. Reaktionen sollen weiteren Verschärfungen vorbeugen und die Fortsetzung der Komplikationen verhindern. Im stadträumlichen Kontext geht es dabei häufig um Angsträume und um Orte, an denen kritische Ereignisse auftreten, aber auch um Nutzungskonflikte, die in der Konkurrenz zwischen den Stadtraum nutzenden Gruppen entstehen.


Elisabeth Veldhues Elisabeth Veldhues
Elisabeth Veldhues

Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in NRW

"Unter Prävention verstehe ich, ein wachsames Auge auf die eigene Person, die Familie und das nähere Umfeld zu haben. Die Aktion "Wachsamer Nachbar" unterstützte ich vollumfänglich. Mein Motto lautet "Vorbeugen ist besser als heilen!""


Kirchenrat Weckelmann Thomas Weckelmann

Kirchenrat Thomas Weckelmann
Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung von Nordrhein-Westfalen

„Prävention, insbesondere vor Gewalt, gehört zu den wichtigsten Anliegen von Politik, Gesellschaft und Kirche. Als evangelischer Theologe engagiere mich daher auch im Landespräventionsrat NRW, um dieses Anliegen an vielen Stellen in NRW zu unterstützen. Prävention hilft uns allen und stärkt die Menschen, die in vielen hervorragenden Projekten vor Gewalt geschützt werden oder Gewalterfahrungen verarbeiten können. Prävention will unsere Gesellschaft und unserer Gemeinschaft ein Stückchen besser und menschenfreundlicher machen. Das verbindet das Anliegen der Prävention mit der christlichen Botschaft.“


Zander_Hayet Helga Zander-Hayet
Helga Zander-Hayet

Leiterin des Bereichs Markt und Recht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.

Nur diejenigen Verbraucherinnen und Verbraucher, denen die Gefahren bekannt sind, die die Nutzung des Internets mit sich bringen kann, können die Fallstricken der digitalen Welt vermeiden und sich datensensibel, sicher und gefahrenvermeidend im Netz bewegen. Wissensvermittlung und Aufklärung spielt hier eine entscheidende Rolle, um das erforderliche Gefahrenbewusstsein zu schaffen und eine grundlegende individuelle Konsum- und Medienkompetenz wie auch die notwendigen Fähigkeiten zu erlangen, um sich weitestgehend sicher im Netz bewegen und konsumieren zu können. Daher unterstützt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Aktivitäten des Landespräventionsrats und wirkt selbst durch Verbraucherinformation, Verbraucherbildung und Verbraucherberatung daran mit, Verbraucherinnen und Verbraucher präventiv vor Internetund Computerkriminalität zu schützen.



 

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