Ein zentrales Anliegen des Landespräventionsrates des Landes Nordrhein-Westfalens (LPR NRW) sowie der Stüllenberg-Stiftung ist die Förderung der gesamtgesellschaftlichen Kriminalprävention auf Landes- und Kommunalebene unter Einbeziehung gesellschaftlicher Kräfte. Grundvoraussetzung ist dabei die (Ein-)Bindung aller Menschen durch demokratische Teilhabe.

Ziel des Förderpreises

Erstmalig in 2025 wird der LPR-Förderpreis „Junge Menschen (machen das) zusammen“ für gesellschaftliches Miteinander ausgeschrieben. Kinder und Jugendliche sollen damit ermutigt und unterstützt werden, eigene gemeinschaftsbezogene, demokratieförderliche sowie prosoziale Aktivitäten und Projekte im Rahmen des Grundgesetzes nachhaltig umzusetzen.

Ausgezeichnet werden maximal zehn Projekte mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 Euro. Diese werden ausschließlich an die anmeldenden Institutionen ausgezahlt. Die Preisgelder sollen für die dauerhafte Umsetzung der Projekte in der jeweiligen Institution eingesetzt werden.

Teilnahmebedingungen

Bewerben können sich Institutionen aus Nordrhein-Westfalen, die Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren bzw. der Klassen 7 bis 10 betreuen. Dazu gehören z.B. Schulen, Vereine, Einrichtungen der ambulanten und stationären Jugendhilfe und des Jugendvollzugs aus Nordrhein-Westfalen.

Gemeinsam in der Gruppe soll in einem selbst erstellten Videoclip von maximal fünf Minuten beschrieben werden, wie Probleme und/oder Konflikte untereinander oder gesamtgesellschaftliche Herausforderungen vor Ort gemeinsam angegangen, gelöst und bewältigt werden. Wichtig dabei ist, die Aktivitäten oder Konzepte auf möglichst dauerhafte Strukturen auszurichten, damit auch Andere von den Lösungen und Vorschlägen profitieren können.

Mögliche Inhalte, die in dem Projekt behandelt werden können, sind z.B.:

  • Die Kinder und Jugendlichen können ein Thema oder Projekt bearbeiten, das bereits in Bearbeitung ist oder erst im Rahmen der Bewerbung auf den Förderpreis gestartet wurde.
  • Themen könnten zum Beispiel sein: Achtsamkeit, Gemeinschaft, Einsamkeit, Schwierigkeiten in der Schule, Schwierigkeiten in der Familie, Armut, Migration und Flucht, Ängste und Sorgen, Demokratie, Kriminalität
  • Im Fokus könnten auch z.B. Konflikte und Auseinandersetzungen sein, für die Lösungsvorschläge entwickelt werden. Das können Konflikte in den Pausen oder auf dem Schulweg sein.
  • Zudem könnte der Frage nachgegangen werden, wie im Zusammenleben Verständnis und Mitgefühl für Andere entwickelt wird.
  • Möglich wären auch Themen wie: Schwierigkeiten mit anderen Kindern und Jugendliche im Alltag, in der Familien, in der Schule etc. und wie ihnen geholfen werden könnte. Oder auch wie sie ermutigt werden, Herausforderungen gemeinschaftlich und auf Augenhöhe zu bewältigen.

Die genannten Themen sind nur Beispiele, es sind auch weitere Ideen möglich.

Alle Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen, die den genannten Themen verbunden sind, können eingereicht werden. Entscheidend ist, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht nur auf die Projektphase beschränkt ist, sondern auf Dauer angelegt ist.

Fachjury

Der Fachjury gehören Vertreterinnen und Vertreter des Landespräventionsrates und der Stüllenberg-Stiftung an. Sie sichten und bewerten die eingereichten Videoclips und ermitteln die Preisträgerinnen und Preisträger, die sodann informiert werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preisvergabe

Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Winter 2025/2026. Dieser Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Bewerbung

Ihre Bewerbung können Sie hier externer Link, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab bis spätestens zum 27.02.2026 einreichen.